Spielberichte

Das sollte den Handballerinnen des TV Beyeröhde richtig Auftrieb geben. Bei ihrem ersten Punktspiel in der Fremde besiegten die Wuppertalerinnen am Samstag den bisherigen Tabellenführer FSG Waiblingen-Korb und stießen diesen mit dem 23:20 (11:10) von der Spitzenposition der 2. Bundesliga.

So Recht wusste bei den Handballerinnen des TV Beyeröhde nach dem Abpfiff in der Buschenburg niemand etwas mit dem Ergebnis gegen die SG Kirchhof anzufangen. War das 25:25 (15:15)-Remis gegen den bisher punktlosen Zweitliga-Aufsteiger jetzt ein Punktgewinn oder eher ein Verlust?

Nur noch wenige Sekunden sind in der Buschenburg zu spielen - der TV Beyeröhde erobert in Unterzahl den Ball, Michelle Stefes bekommt den langen Pass, wird bedrängt und trifft...allerdings leider nur die Torhüterin der SG Kirchhof.

Mit dieser Niederlage konnte beim TV Beyeröhde jeder gut leben. Obwohl sich der Handball-Zweitligist nach der 19:28 (8:14)-Heimniederlage gegen den Rekordmeister Bayer Leverkusen schon in der zweiten Runde des DHB-Pokals verabschieden mussten, schienen nach dem Abpfiff alle Seiten zufrieden zu sein.

Es war das erhoffte Handball-Spektakel, auch wenn der Außenseiter letztlich keine Cance hatte: In einer bestens gefüllten Halle Buschenburg unterlag Handball-Zweitligist TV Beyeröhde am Samstagabend dem deutschen Rekordmeister und Kooperationspartner Bayer Leverkusen in der zweiten Runde des DHB-Pokals mit 19:28 (8:14).

Die Teilzeitbeschäftigung bekommt der jungen Mannschaft des TV Beyeröhde nicht gut. Bei der 20:24-Niederlage gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch war dem Team von TVB-Trainer Martin Schwarzwald die zweiwöchige Zwangspause anzusehen. Während bei den Gästen die Rädchen beim Umschalten von Abwehr auf Angriff wesentlich besser ineinandergriffen, war bei den Wuppertalerinnen zu beobachten, dass der Rhythmus noch nicht stimmt.

Auch gegen die Nationalmannschaft Südkoreas überzeugten die Beyeröhder Handballgirls ihre Fans am Donnerstagabend mit ihrer temporeichen Spielweise. Trotz der 27:32 (17:16)-Niederlage im Benefizspiel für die Krebshilfe boten der Zweitligist dem Asienmeister, bei der Frauen-WM im Dezember deutscher Gruppengegner, lange die Stirn.

Einen so grandiosen Auftritt seiner jungen Damen hätte sich Martin Schwarzwald bei seinem ersten Einsatz als Chefcoach des Zweitliga-Teams des TV Beyeröhde wohl nicht träumen lassen. Seine Mannschaft brannte am Samstag beim 27:20 (18:5)-Sieg über die TG Nürtingen gleich zum Saisonstart ein Feuerwerk ab, das die rund 200 Zuschauer in der Buschenburg so begeisterte, dass sie mit Sicherheit noch länger besonders von der ersten Halbzeit der Wuppertalerinnen schwärmen werden.

„Pflicht erfüllt“, hieß es gestern nach staubedingt dreistündiger Anreise für die Handball-Damen des TV Beyeröhde in der ersten Runde des DHB-Pokals. Standesgemäß mit 46:20 (22:8) gewann der Wuppertaler Zweitligist beim rheinland-pfälzischen Oberligisten HSG Wittlich. Trainer Martin Schwarzwald freute besonders, wie konzentriert seine Mannschaft die vermeintlich leichte Aufgabe gegen den zwei Klassen tiefer angesiedelten Gegner anging.