Spielberichte

Wenn auch der 6.Platz in der Abschlusstabelle des hochklassig besetzten Vorbereitungs-Turniers vielleicht etwas anderes vermuten lässt - der Wuppertaler Zweitligist präsentierte sich in Fritzlar in guter Verfassung und Trainer Martin Schwarzwald zog eine positive Bilanz: „Wichtig für war mich, dass wir gegenüber dem letzten Vorbereitungsspiel in Dortmund wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben. Alle Spielerinnen hatten reichlich Gelegenheit, sich zu zeigen und durch die vielen Wechsel sind die reinen Ergebnisse in der Vorbereitung auch zweitranging zu betrachten.“

Selten hat der erste Auftritt des TV Beyeröhde nach der Sommerpause so viele Zuschauer in die Sporthalle Buschenburg gelockt, wie am vergangenen Mittwochabend. Knapp 100 Zuschauer wollten die neuen Handballgirls beim Testspiel gegen Drittligist HSV Gräfrath sehen – sicherlich auch weil erstmals in ihrer Karriere die Beyeröhder-Handballzwillinge Mandy Reinarz und Sunny Münch nicht für dasselbe Team aufliefen. Sunny hatte in der Sommerpause, ebenso wie Linkshänderin Leonie Heinrichs zum bergischen Nachbarn gewechselt, doch es gab noch ein weiteres „Geschwister-Duell“ zu sehen. Auch Amelie (HSV) und Luisa Knippert (TVB) standen sich nach gemeinsamer Jugendzeit bei Bayer Leverkusen erstmals auf dem Feld gegenüber und so war das erste Spiel der Handballgirls unter Coach Martin Schwarzwald schon fast so etwas wie ein Familientreffen…

Nach dem 29:34 (12:16) flossen reichlich Tränen in der Buschenburg. Freudentränen beim BSV Sachsen Zwickau, der sich mit diesem kaum erwarteten Sieg vor dem Abstieg gerettet hatte, und beim, was seine Wurfausbeute anging, abermals enttäuschenden TV Beyeröhde, weil nach den 60 Spielminuten für viele die Stunde des Abschieds aus der familiären Atmosphäre in Langerfeld schlug.

Der TV Beyeröhde scheint die Saison so zu beenden, wie er sie begonnen hat: 2:8 Punkte stehen aus den letzten fünf  Begegnungen zu Buche, und gestern  Nachmittag gab es im vorletzten Saisonspiel beim schon abgestiegenen Schlusslicht TuS Lintfort ein ärgerliches 28:29 (15:17), das den TVB auf den fünften Platz zurück fallen lässt.

Der Negativtrend aus dem launischen April ist gestoppt; der TV Beyeröhde gewann am Samstagabend in einem bis zur Schlusssirene spannenden Spiel bei der FSG Mainz 05/ Budenheim 24:23 (12:13) und hat sich am drittletzten Spieltag  jetzt wieder auf den vierten  Platz der 2. Frauenbundesliga vorgekämpft. Und zwar aufgrund des besseren Torverhältnisses  gegenüber dem punktgleichen HC Rödertal. Der TVB hat nämlich als einziges Team der Liga schon mehr als 800 Treffer erzielt, obwohl es auch in Mainz wieder einige ausgelassene Chancen zu registrieren gab.

Erneut, und zwar zum dritten Mal in Folge, kassierte der TV Beyeröhde eine Niederlage und ist jetzt auf den sechsten Platz in der zweiten Frauen-Bundesliga abgerutscht. Gegen den Tabellenzweiten SGH Rosengarten-Buchholz gab es gestern Nachmittag in der Buschenburg ein 25:28 (15:15), wobei man den Langerfelderinnen allerdings eine erhebliche Leistungssteigerung, gegenüber der Vorwoche bescheinigen muss.

Als das Spiel in der Halle Neurott in Ketsch mit dem für den TV Beyeröhde negativen Ergebnis von 25:29 (12:14) abgepfiffen wurde, da hatte man auf der Seite des TVB eine noch herbere Pleite gegen die Kurpfalz-Bären noch gerade mal abgewendet. In der 43. Minute hatte es nämlich noch 25:15 für die Gastgeberinnen geheißen, und der bisherige Tabellendritte schien der dicksten Schlappe der Saison entgegen zu steuern. 

Mit 22:28 unterliegt der TVB am Ende recht deutlich beim Abstiegskandidaten SG H2Ku Herrenberg. Eine Niederlage die sich erst in den letzten zehn Minuten der Partie manifestierte, denn zuvor lagen die Handballgirls in einer ausgeglichenen Partie zumeist knapp in Führung. Die Gastgeberinnen spielten, wie man es von einem Team in Abstiegsnot erwarten durfte, von Beginn an beherzt und kamen vor allem über beide Rückraumpositionen zu einfachen Torerfolgen in den Anfangsminuten.

Als die Schlusssirene in der Bremer Klaus-Dieter-Fischer-Halle ertönte, da fiel nicht nur Beyeröhdes Trainerin Sabine Nückel ein Stein vom Herzen. 29:29 (17:16 zur Pause für Bremen) hieß es am Ende, nachdem man wenige Augenblicke vorher noch mit zwei Treffern zurück gelegen hatte und der Außenseiter Werder Bremen wie der mögliche Sieger aussah.