Am Samstag kommt es um 17:30 Uhr es in der Weststadthalle in Bensheim zum reizvollen Duell Erster gegen den Zweiten, wobei der TV Beyeröhde erstaunlicher Weise den Part des ersten Verfolgers des ungefährdeten Tabellenführer HSG Bensheim-Auerbach übernommen hat.

Allerdings sind die Schützlinge der ehemaligen Nationalspielerin Heike Ahlgrimm mit 39:3 Punkten der Konkurrenz weit enteilt, auch dem TVB, der 27:15 Zähler ausweist. „Wir fahren völlig entspannt nach Bensheim. Wenn wir verlieren, wundert sich niemand, wenn wir etwas mitbringen, dann kommt das einer Sensation gleich", meint Linksaußen Michelle Stefes ganz gelassen und freut sich, wie auch ihre Kameradinnen auf den Vergleich mit dem Aufstiegsfavoriten. Im Hinspiel, das der Spitzenreiter in der Buschenburg mit 24:20 gewann, hatten die Langerfelderinnen den Favoritinnen durchaus Paroli geboten und sich dessen hohem Niveau angepasst. Ähnlich gut möchten sich die Spielerinnen von Trainerin Sabine Nückel auch auswärts präsentieren und wollen die HSG mit Unbekümmertheit und Spielwitz ein wenig ärgern. Und natürlich mit ihrer Torgefährlichkeit, denn der Tabellenführer hat bisher 573 Treffer erzielt, während der TVB mit 625 Torerfolgen einsame Ligaspitze darstellt. Allerdings brauchte das Bensheimer Torhüterinnen-Gespann Bohneberg/Radke nur 469 mal hinter sich zu greifen, während Dana Centini und Jennifer Weste 575 mal den Ball aus dem eigenen Netz holen mussten. Dementsprechend weist Bensheim Auerbach ein Torverhältnis von plus 104 auf, der TVB dagegen hat lediglich 50 Treffer mehr erzielt als er herein bekommen hat.

Friedemann Bräuer (Westdeutsche Zeitung)