Einen in dieser Spielzeit schon fast ungewohnten Wochen-Rhythmus müssen die Beyeröhder Handballgirls um ihren Trainer Martin Schwarzwald am Samstag (18.45 Uhr, Halle Buschenburg) bewältigen. Das Duell gegen den Aufsteiger Füchse Berlin ist bereits das dritte Spiel hintereinander ohne Pause. Seit Saisonbeginn im September brachten den Zweitligisten immer wieder Spielpausen aus dem Rhythmus.

Trotz des Sieges beim Tabellenführer Waiblingen erwartet Schwarzwald nicht nur wegen der „unbekannten“ Belastung einen Gegner auf Augenhöhe. Die „Spreefüxxe“ seien ähnlich wie Kirchhof kein gewöhnlicher Aufsteiger. Vor zwei Jahren zogen sich die Damen des „Bob-Hanning-Klubs“ aus finanziellen Gründen aus der ersten Bundesliga zurück und wagten in der Regionalliga einen Neuanfang.

„Ihr Aufstieg bestätigt ja, dass ihnen das gut gelungen ist“, glaubt Schwarzwald, dass der Weg der Berlinerinnen um die Ex-Beyeröhderin Bianca Trumpf richtig war. Die Linkshänderin wurde 2006 vom damaligen TVB-Manager Manfred Osenberg als Rohdiamant nach Langerfeld gelotst und streifte zwei Jahre lang das Trikot der Wuppertalerinnen über, die den Aufstieg in die Bundesliga schafften. Trumpf reifte inzwischen zu einer gestandenen Bundesligaspielerin. Durch seine guten Rückraumwerferinnen, wie etwa die Österreicherin Vanessa Magg, hat der Hauptstadt-Club seine Stärken besonders aus dem gebundenen Spiel.

Allerdings liegt hier auch die Stärke des Beyeröhder Kaders. Wenn das Team um Luisa Knippert und Mandy Reinarz es schafft, die Berliner, die von der Spielveranlagung ähnlich agieren dürften wie Nürtingen, mit einer konzentrierten Abwehr zu stoppen und schnelle Gegenstöße einzuleiten, ist die Chance doppelt groß. Dass es kein Selbstläufer wird, zeigte sich allerdings gegen Kirchhof, den anderen Aufsteiger, als in der Buschenburg nur ein 25:25-Remis heraussprang. Aber jetzt sind die TVB-Girls ja im richtigen Rhythmus, bevor sie nach der Partie wieder eine Pause einlegen müssen.