Wer gedacht hatte, dass es für die Handballgirls nach der Verletzung von Natalie Adeberg nicht mehr schlimmer kommen könnte, wurde in dieser Woche eines Besseren belehrt. Die gerade erst wieder genesene Pia Adams verletzte sich beim Abschlusstraining am Daumen der Wurfhand und wird erneut ca. 4 Wochen ausfallen.

Damit stand TVB-Trainer Martin Schwarzwald vor dem schweren Auswärtsspiel bei der SG H2Ku Herrenberg mit Luisa Knippert nur noch eine Rechtshänderin im Rückraum zur Verfügung. Deren bevorzugte Position ist allerdings eher die Mitte, doch immer wenn der TVB in äußerster Not ist zeigen die Handballgirls ihren ungeheuren Teamgeist. 

Improvisation war also angesagt, und trotz kleinen Kaders verordnete Schwarzwald seinen Mädels „Abwehrstärke und gnadenloses Tempospiel“ um mit einfachen Toren aus dem Gegenstoß gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, aus dem Positionsspiel erfolgreich sein zu müssen. Dieser Matchplan  ging zu 100% auf, doch nach knapp 15 Minuten gab es zunächst den nächsten Schock für den Wuppertaler Zweitligisten. Luisa Knippert musste mit einem „Cut“ über dem Auge vom Feld, und nun stand kurzzeitig sogar Linksaußen Michelle Stefes auf der „Königsposition“ im linken Rückraum. Doch nach der Halbzeit war „Lui“ wieder dabei, und der TVB zog mit zunehmender Spielzeit Tor um Tor davon. Einen nicht unerheblichen Anteil am Auswärtserfolg hatten auch die beiden „Goalies“ der Handballgirls, Dana Centini und Natascha Krückemeyer, die  ihren Vorderfrauen mit starken Paraden den Rücken frei hielten. Am Ende siegt der TVB, trotz erheblicher Personalsorgen verdient bei den „Kuties“ und empfängt nun am kommenden Samstag die akut abstiegsgefährdeten Trierer Miezen in der Buschenburg. 

 

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