Die Handballgirls können sich wieder nicht belohnen
Peter Stefes war auch am Sonntag noch mitgenommen. „Die Mädels tun mir einfach leid, dass sie sich nach einer erneuten Top-Leistung wieder nicht belohnen konnten“, sagte der Trainer der personell gebeutelten Regionalliga-Handballerinnen des TVB Wuppertal einen Tag nach der 29:30-Heimniederlage gegen den Tabellenvierten HC Weiden. Bis zur Schlusssirene hatte sein Team alles getan, um im dritten Spiel gegen ein Topteam hintereinander endlich Zählbares einzufahren, hatte einen 0:6-Lauf zu Beginn der Partie weggesteckt, war bis zur Halbzeit sogar in Führung gegangen und lag auch vier Minuten vor dem Ende mit 28:27 vorn. Doch Julia Kerbers Siebenmetertor zum 29:29 zwei Minuten vor Schluss sollte das letzte Tor für die Gastgeberinnen gewesen sein. Die kamen zwar bei 29:30 noch einmal in Ballbesitz, doch als Weidens Torfrau den Wurf von Jana Brandt mit dem Fuß an die Latte lenkte, zerplatzte die Hoffnung, hier noch einen Punkt mitzunehmen.
Der wäre im Abstiegskampf wertvoll gewesen. Im paralleln Kellerduell gewann Nümbrecht klar bei Schlusslicht Kempen und schob sich vorbei am TVB auf den viertletzten Platz. Wie viele Teams am Ende absteigen müssen, ist noch nicht ganz klar, doch im schlimmsten Fall könnten es bis zu vier sein. So kommt für den TVB der Partie in Nümbrecht am kommenden Samstag große Bedeutung zu. Das Hinspiel hatte der TVB knapp gewonnen.
Neuzugang Kim Bassalay traf dreimal für den TVB (Foto: OMK Media - Oliver M. Klamke)
Die personelle Situation wird sich bis dahin kaum bessern. Mit Chiara Platte-Schneider und Anne-Lindlahr hatte Stefes gegen Weiden zwar zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft als Backups hinzugenommen, setzte dann aber nur sieben Feldspielerinnen ein, wobei Inga Hombrecher noch angeschlagen war. Mit der Rückkehr von Jennifer Jörgens-Taddey ist erst in vier bis sechs Wochen zu rechnen. Ihre Knieverletzung aus der Partie gegen Bonn vor zwei Wochen hat sich als Knochenödem herausgestellt.
(Günter Hiege - Westdeutsche Zeitung)